Der Besuch in der al-Muhajirin-Moschee am 03. Oktober 2018

Al Muhajirin bedeutet „der Auswanderer“. Präziser bezeichnet der Begriff die Frauen, Männer und Kinder, die mit dem Propheten Mohammed von Mekka nach Medina ausgewandert sind.

Die al-Muhajirin-Moschee war gut besucht am Tag der offenen Moschee. Zum Vortrag über Religiosität –individuell, natürlich, normal – waren vielleicht 50 Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen. Der Vortrag war ein Plädoyer dafür, Gemeinsamkeiten zu entdecken zwischen den Religionen und miteinander zu sprechen statt übereinander. Sehr geschickt band die Referentin den jüdischen Glauben in ihren Text ein und betonte gemeinsame Verbindungen zwischen den Religionen. Sie warb um Verständnis, dass Zugewanderte ihre eigene sozialen, kulturellen und religiösen Wurzeln nicht vergessen und ablegen können, zeigte aber auch auf, dass die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen und Werte in Deutschland von der überwiegenden Zahl der Zugewanderten geschätzt und mitgetragen werden.

Am Ende des Vortrages waren dann bestimmt über 200 Gäste in der Moschee. Bei der Führung bekamen wir die erste Etage mit ihren Veranstaltungsräumen gezeigt, die Frauengalerie im Gebetsraum und erhielten Einblicke in die Vorbereitungen für das Gebet, den Ablauf des Gebets und die Suren, die in den Gebeten gesprochen werden. Fragen zur Finanzierung der Moschee wich die Besucherbetreuung geschickt aus.



Im großen Saal konnten bei Tee und Gebäck Fragen zur Moscheearbeit, zur Finanzierung und allem, was man schon mal über den Islam wissen wollte, gestellt werden. Mit Hilfe einer 3-D-Brille war ein virtueller Rundgang im Hof der großen Moschee in Mekka rund um die Kaaba möglich und wer nicht selbst die Brille aussetzen wollte, konnte über einen Laptop mit sehen.

Die Veranstalter waren überrascht über den großen Besucherandrang. Die Zahl der Besucher lag deutlich über der Zahl der Besucher in den vorherigen Jahren. Sicher ein Hinweis darauf, dass nicht nur in Bonn die Menschen insgesamt ein großes Interesse an Zusammenarbeit, Zusammenleben und Gemeinsamkeiten haben und nicht interessiert sind an Trennung und Spaltung der Gesellschaft.

 


 

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